Scheixe, Fehler, feiner Riecher und Magie. Finde die Verbindung.

Aus der Matrix, auszubrechen macht auch deshalb Angst, weil Veränderung Angst macht. Und das nicht nur, weil wir auf neues, unbekanntes Gebiet kommen, sondern auch, weil wir uns dann selbst eingestehen müssen, dass unser altes Ich, frühere Lebensmodelle oder Entscheidungen falsch waren.

Aber waren sie falsch in Form von, ich hätte es besser machen können, wollte aber nicht? Oder waren sie falsch von, ich habe mein Bestes gegeben, aber mehr ging nicht? Hat etwas gefehlt und deshalb wurden FEHLER gemacht?

Sich einzugestehen, etwas falsch gemacht zu haben, kann sich wie Verrat an einem selbst anfühlen. Denn schließlich sind wir für unsere Ideale, Werte, Kompetenzen, Wissen oder auch nur unsere Meinung eingestanden und haben sie vielleicht sogar noch vor anderen verteidigt. Diese Logik, dieser Lebensweg, dieses Luftschloss hat uns doch bisher gut gedient….

Und auf einmal sind sie falsch, nicht mehr erfolgreich, schmerzhaft (für einen selbst und andere), viel zu energieraubend und chaosbringend??

Das tut weh und wir fühlen uns unmittelbar bedroht, verunsichert, haltloser und hilfloser.

Wenn wir uns aber fragen: “Aus welchen Beweggründen war dieser Lebensweg bisher erfolgreich? Welche Intensionen und Absichten hatte mein Verhalten? Welche Ziele wollte ich erreichen und welche Bedürfnisse musstest ich erfüllen, konnte ich erfüllen?”, dann gehen wir aus jeglicher Passivität und Opferhaltung heraus. Dann geht es nicht mehr um Schuld, sondern um Verantwortung, eigenen Willen und Souveränität.

Wir wollen irgendwann Veränderung, weil der Druck zu groß, die Energie zu wenig werden, der Spaß und die Leichtigkeit fehlen. Oder, weil wir in der Scheiße stecken, merken, dass wir manipuliert werden, festgehalten werden oder abhängig sind.

Scheiße kündigt sich an. Bevor wir sie sehen, können wir sie riechen.

Und Fehler machen sich genauso bemerkbar. Und in einer Matrix, einem Umfeld, einer Beziehung, einem Muster festzuhängen, die nicht mehr zu mir passen, nehmen wir ebenfalls (unterbewusst) wahr. Nur manchmal hat eben noch was gefehlt, um es besser zu machen, anders zu machen:

  • es überhaupt zu wollen. Ohne Wille, ohne Intension, ohne Absicht kein Weg, keine Lösung. Kein Spaß ohne Reue, keine Leichtigkeit ohne Auffangnetz

  • der nächste Schritt

  • eine Pause, ganz viele Pausen oder eine echt lange Pause…

  • jemand der zuhört, bei dem ich mich sicher fühle, der meine Emotionen einfach nur aushalten kann

  • Erfahrung

  • Reflexion 

  • ich selbst was Gutes tun, wieder mit sich, dem eigenen Körper, in Verbindung kommen

  • aufhören sich in die Hose zu lügen

Und anstatt zu denken, du würdest etwas nicht schaffen, nicht können, nicht verdient haben, nicht gut genug sein oder zu schwach, mach dir bewusst, dass du dich gerade nur selbst sabotierst, weil du auf dich aufpassen möchtest.

Weil du dich gerade handlungsunfähig oder bewegungsunfähig fühlst und nach einer Lösung suchst. Und wenn wir schon in der Scheiße drin stehen, ja dann sind wir halt nun mal der Depp.

Aber es hat ja nur etwas gefehlt, um es früher wahrnehmen zu können. Die Scheiße liegt da ja, ausweichen kann nicht jeder und kann man auch nicht immer, manchmal kriegen wir die Kurve ned rechtszeitig, sind einen Schritt zu weit gegangen, übers Ziel hinaus geschossen, waren unaufmerksam oder abgelenkt, wurden geschupst. Scheißegal.

Drin ist drin. Jetzt geht es drum, was braucht es, um rauszukommen?

Will ich überhaupt rauskommen aus der Scheiße oder mach ich einen auf Schmetterling und hock da so obendrauf rum? Sehe gut aus und keiner versteht, was ein so anmutiges und wunderschönes Wesen auf einem Scheißhaufen macht. Wenn du zu tief drin steckst, klebt das Zeug halt auch ganz schön…. egal, zurück zum Thema.

Zurück zum Problem:

Was fehlt mir gerade, was ist notwendig, um es besser zu machen?

Was habe ich zur direkten Verfügung, um es besser zu machen?

Was fällt mir am Leichtesten?

Und ich mag diese PerspekTiefe viele lieber und finde sie sowohl viel praktischer, als auch erleichternder. Als mir klar wurde, dass Fehler, Unfälle, Drama, Chaos und auch Schmerz zum Leben dazugehören, weil eben Fehler passieren, weil eben manchmal was fehlt, hat mir das eine unglaubliche Last von den Schultern genommen. Und ich kam raus aus dem sich schuldig fühlen, schlechtes Gewissen, Druck, Erwartungen, Kack-Kreislauf.

Und somit fiel es mir auch leichter, immer ehrlicher mit mir zu werden. Und ohne Ehrlichkeit zu dir selbst, keine Veränderung. Keine Nachhaltige, keine die sich gut anfühlt.

Aber Veränderung, die von innen heraus geschieht, deren Intension es ist, etwas zum Guten, zum Leichteren, zum Wohlwollenderen zu verändern, die ist irgendwie magisch..

Denn dann stellst du rückblickend fest:

  • irgendwie doch noch der selbe Mensch zu sein, wie zuvor. Nur eben nicht mehr der Gleiche, weil du dazugelernt hast. Weil du etwas altes abgeschlossen hast und daraus etwas neues entstehen konnte

  • weil du Zusammenhänge in Verbindung bringen und somit abschließen kannst

  • weil die Vergangenheit dann lediglich als Erfahrungsschatz dient, nicht als Last auf den Schultern oder Ketten um dein Herz

  • dass du dich total verstehen kannst, weshalb du dich so verhalten hast und dadurch magst du dich noch mehr

  • Erinnerungen lösen dann immer noch Emotionen und Gefühle aus, aber viel weniger intensiv, viel weniger Reibung erzeugend. Eher wie kleine Leuchtfeuer oder Glut, die vor sich hin glimmt.

  • Und auf einmal ist da eine Wärme in deinem Herzen, ein Licht in dir, dass dich stolz sein lässt. In aller Bescheidenheit, ganz für dich alleine, aber unbestreitbar WAHR.

Wie geschehen Veränderungen im Gleichgewicht und so, dass es mich nicht aus den Socken haut?

Indem du dich entspannst. Ganz ehrlich, dass ist die beste Antwort, die ich dir geben kann.

Indem du dir das Leben wieder unter die Haut gehen lässt, in dem du bewusst fühlen kannst.

Entspann dich, schmeiß raus, was Dreck macht oder dreckig ist, gib dir, deinem Körper, deinem Herzen und deinem Verstand Raum und Zeit zu entspannen, zu verarbeiten, zu verdauen, abzuhaken, wegzuschmeißen, auszusortieren und sich in Balance zu bringen. Auf allen Ebenen. Und fang am besten mit bewussterem Atmen im Alltag an.


LG
NaDDi



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Du bist weder zu intelligent, um spirituell zu sein. Noch bist du zu spirituell, um intelligent zu sein.