Unterschiedliche Modelle, den Alltag zu gestalten

 Logbucheintrag #214112025


Hey, ihr da draußen,

wir haben heute hier auf der Erde einen besonderen Tag. 

Ja, ich würd schon sagen, dass der Freitag, so nennen wir hier bei uns diesen Tag heute- irgendwie süß, oder, den Tagen Namen zu geben- auf jeden Fall ist dieser Freitag der letzte Tag vor dem Wochenende und deshalb ist er ein besonderer Tag. .

Und Wochenende ist für die meisten von uns heilig und etwas Besonderes. Denn, viele von uns müssen dann nicht arbeiten.

Also zumindest nicht dort, wo sie ihr monatliches Geld verdienen. Die meisten müssen dennoch etwas arbeiten und können nicht wirklich ausruhen, weil ja unter der Woche, wenn du als Mensch auf der Arbeit bist, so unglaublich viel liegen bleibt und erledigt werden will.

Ich habe bis zur Geburt meines ersten Kindes auch in diesem Rhythmus gelebt. Für mich war das irgendwie total schräg. 

Die anderen Wochentage sind scheinbar weniger schön, als Freitag bis Sonntag. Aber nur Sonntag gegen frühen Abend, ab dann denken wir Menschen nämlich schon wieder an den Montag, an dem wir wieder arbeiten gehen müssen. Also ist der Sonntag eher so bittersweet…

Der Montag ist schon irgendwie ein armes Schwein, den kann kaum einer leiden :), weil er die Woche einläutet und somit das Murmeltier wieder täglich grüßt.

Wie gesagt, bis zur Geburt meines Sohnes, war das bei mir ziemlich ähnlich. Die Montage waren oftmals richtig fies. 

Aber dann begann mein Leben eine seiner größten Wendungen überhaupt zu nehmen - ich wurde Mama. Nun begann eine neue Phase der Alltagsgestaltung.

Entdeckst du Giraffe im Bild? Und die Maus, die eine Bärennase hat?

Ich war im Muddi-Alltag. 

Und, so sehr mich das auch teilweise gestresst, nein, eher angestrengt hat, habe ich es von Anfang an geliebt, nicht mehr so fremdbestimmt zu sein. Jetzt hatte zwar mein kleines Baby die Hoheit über meinen Tagesablauf, aber das habe ich nie als so schlimm und fremdbestimmt empfunden, wie zur Schule oder zur Arbeit zu gehen.

Bei und mit ihm zu Hause zu sein, ja, zu Hause zu sein, das hat mir so gut getan, dass ich heute, mit nun 3 Kindern, immer noch nicht wieder begonnen habe, irgendwo „draußen“ zu arbeiten.

Ich kann mir überhaupt nicht mehr vorstellen, mein Leben nach Wochentagen zu organisieren und zu leben. Mir ist es egal, ob es Dienstag oder Sonntag ist. Die Küche wird an jedem Tag dreckig und der Fußboden dank unserer Tiere sogar dann, wenn wir nicht zu Hause sind.

Aber: das ist mir egal. Ich erledige die anfallenden Aufgaben so, wie sie fallen und wie es in meinen Zeitplan passt, sie zu erledigen.

Manchmal stehe ich um 22 Uhr noch da und bereite etwas vor und manchmal hänge ich auch schon um 15:00 Uhr mit meiner Tochter im Wohnzimmer rum und wir puzzeln gemeinsam, bis wir müde sind und ins Bett gehen.

Und, ich würde es momentan nicht mehr anders wollen. 

Für mich ist das eines der stärksten Gefühle von Freiheit: Wenn ich mir meinen Tag selbst einteilen kann. Selbst wenn die Kinder feste Termine für Hobbys haben, kann ich immer noch den Rest der Zeit außenrum so flexibel planen, dass es für mich und meine Familie passt. 

Das geht natürlich nur, weil mein Ehemann und ich uns die Aufgaben im Laufe der Jahre aufgeteilt haben. 

Dazu zählt bei uns neben dem Geld verdienen, dem Haushalt auch die Kinderbetreuung und die Bildung der Kinder. 

Und, ich kann nur so unkonventionell leben, weil wir fast parallel zur Gesellschaft leben. Wir „nutzen“ sie zwar und nehmen daran teil, aber sie gibt uns nicht unseren Tagesablauf vor.

Zwischen diesen Modellen kann man hier auf der Erde nämlich wählen, was ich ziemlich cool finde. 

Du kannst sehr viel deiner Verantwortung und Entscheidungen „dem System“ (so nennen wir das hier und eigentlich weiß dann jeder direkt, was gemeint ist) überlassen. Dann gehen die Kinder in den Kindergarten und die Schule. Oftmals auch ganztags, sodass man sich dann als Familie gegen späten Nachmittag oder Abend trifft und den Tag dann jede Familie auf ihre Weise ausklingen lässt. 

Die Erwachsenen sind angestellt und haben einen Arbeitgeber, der ihnen vorgibt, wie viel Zeit sie für wie viel Geld investieren und welche Aufgaben in dieser Zeit erledigt werden müssen. 

Oder du benutzt es so ein bisschen und hast eine selbstständige Tätigkeit und die Kinder sind weiterhin in Kindergarten und Schule.

Es gibt aber auch noch eine andere Alternative, oder sehr viele mit unterschiedlichen Ausrichtungen, bei der du als Mensch mehr oder weniger so fast dein eigenes Ding machst.

Du kannst dein Geld auch in selbstständiger Tätigkeit verdienen, bedeutet: Du suchst dir selbst immer und immer wieder Aufgaben, die du erledigst, und dafür zahlt dir ein anderer Geld. Und; du kannst auch die Betreuung und Bildung deiner Kinder übernehmen, mit mehr oder weniger Beeinflussung des Systems. 

Dieser Weg ist eher ungewöhnlich hier auf der Erde und auch nicht immer einfach. 

Aber nachdem wir die Wege im System in unterschiedlichster Form ausprobiert hatten, stellte sich immer mehr heraus, dass wir als Familie darin nicht glücklich werden können.

Meine Kinder in den Kindergarten oder die Schule zu bringen, war von Anfang an sehr schwierig. 

Diese Institutionen sind ein bisschen wie ein Stützkorsett. Sie geben Halt, halten uns in gewisser Weise aufrecht (Richtung vorgebend) und wir können uns (eingeschränkt) damit bewegen. Das hat aber seinen Preis. Dieser Halt kann auch einengend und luftabschnürend sein.

Und er ist eher unflexibel und starr. Wie in einem Stützkorsett eben. Darin kannst du dich nicht einfach mal schnell umdrehen, beugen oder zusammenkuscheln. Du hast eine Haltung, eine Richtung, die vorgegeben wird, und die wird eben dann gegangen. Im Kollektiv. Mit all den nötigen Anpassungen. 

Das passt nicht wirklich zu uns. Zu keinem von uns. Das Gefühl der Freiheit und das Gefühl, sein Leben frei einteilen und gestalten zu können, nach unseren Stärken und Präferenzen, stehen bei uns allen 5 im Mittelpunkt unseres Lebens.

Wir sind auch alle viel zu empfindsam, visionär und sensibel für diese Hinterfotzigkeit, Manipulation und diesen Fake-Scheiß der uns „von außen“ aufgezwungen wird. Keiner von uns hat darauf Bock. 

Und das Geile hier auf der Erde und am Menschsein ist, dass du hier wirklich viel Spielraum hast. 

Du kannst dein Leben, deinen Alltag, deine innere Einstellung und deine Sicht auf das Leben wirklich total unterschiedlich gestalten. Je nachdem, wonach dir der Sinn steht. Was einem selbst am meisten Sinn im Leben gibt. 

Darüber bin ich sehr dankbar, denn der andere Weg hat mich kaputt gemacht und hätte mich früher oder später gebrochen. 

Würde man mich da dann fragen, wie ich es hier auf der Erde fände, müsste ich antworten, dass es mir überhaupt nicht gefällt.

Doch heute, nach all den Erfahrungen, die ich gemacht, und dem Wissen, das mir begegnet ist, würde ich das Leben hier auf der Erde schon als ziemlich cool und aufregend bezeichnen.

Nicht falsch verstehen, leicht auf keinen Fall. Für Weicheier ist das hier nix. 

Wenn jemand plant, sich auf das Abenteuer „Leben auf der Erde“ einzulassen, muss er schon damit rechnen, dass es ihn des Öfteren so richtig aus der Bahn schmeißt. 

Man glaubt gar nicht, was Emotionen oder die Fähigkeit, fühlen zu können, mit einem machen können. Diese Empfindungen sind soooo stark, so intensiv. Du spürst das hier ja in dieser Begrenzung des menschlichen Körpers. Und all diese Energie, die in emotionalen Momenten freigesetzt wird, musst du in diesem Körper drin spüren.

Wow, das ist manchmal wie Stromschläge, die man sich freiwillig geben lässt. Und, du kannst hier schon heulen, weil der Schmetterling so wunderschön in der Sonne flattert und sich auf eine so mega ästhetisch schöne Blume setzt. Das zerreißt dich beinahe innerlich. 

So intensive Gefühle, aber in negativer Ausprägung, hatte ich aber auch schon mal an einem Montagmorgen, weil ich auf die Arbeit fahren musste. 

Mir war aber wirklich überhaupt nicht nach Arbeiten. Ich hatte Panik, dort hinzufahren. Mein Körper tat weh, schrecklich weh, alles. Ich war soooo müde, hatte Angst und fühlte mich wie ein 4 jähriges Kind, obwohl ich schon über 20 war. Und in meinem Kopf war ein Krieg ausgebrochen, von dem ich nicht wusste, wer ihn gewinnen würde.

Das war der Anfang meines neuen Lebens. Einem Leben, in dem ich selbst entscheide, wann ich aufstehe und wie ich meinen Tag gestalte.

Und seit ich mich auf diesen Weg gemacht habe, habe ich keine Panik mehr, sondern Vertrauen in mich und das Leben. 

Mein Körper fühlt sich immer vitaler und entspannter an. Er zwickt zwar noch hier und da oder jetzt haben wir neuerdings ein Thema mit dem Magen, aber er ist lebendig, recht vital und fühlt sich gut an. 

Und das ist so viel besser, als noch vor einigen Jahren. Ich bin nicht mehr müde. Also schon noch müde, aber halt nur müde müde :), nicht erschöpft, ausgelaugt oder antriebslos. 

Weil ich meinem Leben und vor allem meinem Alltag einen Sinn gegeben habe. Das Konzept, nur auf den Urlaub oder das Wochenende hin zu leben, ist nichts für mich. 

Für mich soll sich jeder Tag so schön wie ein Urlaubstag anfühlen. Wenigstens ein bisschen, so von der Grundstimmung her.

Denn, mein Alltag ist die meiste Zeit meines Lebens und diese mag und kann ich nicht verschwenden. Und ich liebe diese innere Ruhe und Reife, die ich dadurch gewonnen habe.

Stell ich mir vor, diese Covid-Zeit wäre gewesen, als ich 21 war. Da fuuuuugg, dass hätte mich komplett zerlegt. 

So, war’s ne krasse Erfahrung, die unfasslichste, die ich bisher auf der Erde gemacht habe. Aber sie hat mich nicht umgehauen. Niemanden aus meiner Familie.

Also, immer dran denken. Hier auf der Erde ist es möglich, sich sein „Lebensmodell“ mehr oder weniger selbst zu gestalten. 

Es gibt unglaublich viele Möglichkeiten und Modelle, wie wir hier unseren Alltag, das Berufs -und das Familienleben gestalten wollen. 

Je nachdem, was für den einzelnen Erdling von uns Sinn ergibt. 

Bis zum nächsten Mal, 

Nadine 

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Viel denken ist echt stressig