Kennt ihr Frust?
Logbucheintrag #520112025
Hey ihr da draußen,
heute geht es um das Thema Frust.
Auf der Erde gibt es Frust. Wahrscheinlich noch ein bisschen zu viel, als für uns gut wäre.
Und gereizt sein, das kommt immer mit Frust einher. Quasi ein Pärchen :).
Ich hatte heute sehr viel Frust und war auch sehr schnell sehr gereizt. Warum? Tja, auf diese Frage gibt es viele Antworten.
Ich bin eine Frau, bei mir hat es bestimmt mit den Hormonen zu tun…
Keine Ahnung, aber heute war auch mein Kopf, also meine Gedanken, wirklich unschön. Ein Dauerfeuer, dass ich dann mit meiner Leerdenken-Übung in den Griff bekommen haben, aber schön waren sie danach dennoch nicht vollständig, aber ruhiger und meine Emotionen waren nicht mehr so intensiv.
Ich reagiere darauf immer noch etwas sensibel und bin direkt in leichter Alarmbereitschaft, weil ich ja immer noch aufpasse(n) (muss), dass ich nicht wieder in eine Depression rutsche.Ich weiß nicht wirklich, ob ich noch aufpassen müsste. Aber meine Logik sagt mir, dass das wie eine Sollbruchstelle ist, die einmal kaputt war und repariert wurde. Funktioniert, ist stabil, braucht aber dennoch mehr Wartung und Beobachtung, wie vor dem Schaden. Und deshalb kann ich Frust vielleicht noch weniger leiden, wie es üblich ist.
Dabei ist dieses frustrierende Gefühl glaub manchmal einfach normal und gehört zu unserem Erlebensspektrum einfach dazu. Und, ganz ehrlich, wenn das nur ab und zu auftaucht, ist es auch völlig okay und aushaltbar.. Assi wird’s nur, wenn wir so ein frustriertes Grundrauschen in uns haben und es sich auf viele Bereiche unseres Lebens ausstreckt. Wie das passieren kann? Na, die Launen und das Wohlbefinden sind eben von ganz vielen Faktoren beeinflussbar.
Da zählen sogar der Mond dazu. Abgefahren oder? Je nachdem, wie der Mond steht und viel „voll“ er ist, je nachdem kann man Veränderungen am menschlichen Verhalten feststellen.
Aber Frust entsteht auch ohne Mond, einfach weil die Realität eben nicht immer so ist, wie wir uns das vorstellen oder wünschen.
Die Energie, die Schwingungen um uns rum, die Launen und Ereignisse sind nicht jeden Tag gleich, und wenn eben ungünstige Umstände auf wenig Energie treffen, dann ist der Frust schon vorprogrammiert.
Und wenn du als Mensch gefrustet bist, dann geht auch echt nicht mehr viel. Konzentrieren fällt schwer, kreativ sein fällt schwer, freundlich sein, aufmerksam sein, alles ist in diesem Fustdunst eingehüllt.
Und, weil sich das so unangenehm anfühlt, kommst du auch total leicht in die Versuchung, diesen Frust an andere weiterzugeben. Denn, wie sagt man so schön, Scheisse fällt nach unten,
Und es kommt auch total drauf an, wegen wem oder was du gefrustet bist:
Weil du etwas Neues ausprobierst und es noch nicht kannst
Weil jemand anderes etwas nicht so gemacht hat, wie erwartet.
Weil, aus Gründen, die keiner so genau kennt, aber es halt nun mal so ist…
Und dann heisst es überlegen, wie gehe ich damit um, wie werde ich den Frust wieder los. In Beispiel 1 kann ich mir Unterstützung holen, kann meinen Frust in Ehrgeiz umwandeln. In Beispiel 2 ist es schon schwieriger damit umzugehen. Da hilft dann oftmals nur hartes Akzeptieren der Realität, „es is wies is“ und Schadensbegrenzung betreiben. In Beispiel 3 hat bei mir heute nur Schadensbegrenzung und mir immer wieder bewusst machen, dass ich heute genervt bin, nicht alle und alles außerum heute im Kollektiv nervig.
Ich sehe eine Frau, deren Oberkörper und wie ihr Kopf ab dem Mund in Flammen aufgeht, du auch?
Und damit inbegriffen war bei mir dann wie oben erwähnt, meine Gedanken zur Ruhe kommen zu lassen. Meinen Körper immer wieder zu lockern, durch schütteln, klopfen, bewegen, viel Flüssigkeit und fettreich essen, sodass meine Nerven unterstützt werden und der Blutzucker nicht schnell nach oben schießt, um dann wieder schnell nach unten abzusacken.
Balance wieder reinbringen. Alles hier dreht sich um Balance und Gleichgewicht, für das du immer selbst in deinem Leben achten musst. Und zwar auf allen drölfzigtausend Ebenen, die ein Menschenleben eben so beinhaltet.
Klingt nicht nur anstrengen, ist es für mich an manchen Tagen auch. An diesen ist es mir dann echt zu viel auch nur zu entscheiden, was ich essen oder anziehen soll. Ständig musst du Entscheidungen treffen und diese sollten dann natürlich immer daran ausgerichtet sein, alles so gut wie möglich in Balance zu halten.
Aber du kannst fast drauf wetten, dass du genau an solchen Tagen natürlich auch wieder Entscheidungen treffen und Verantwortung übernehmen musst und dann ist der Frust direkt zur Stelle. Er löst die Überforderung so gut wie direkt ab, Staffellaufmäßig, Stab in die Hand gedrückt, High Five hinter her und dann brodelt es in dir.
Herrlich. Zumindest fühlst du dich als Mensch dann in diesen Momenten unglaublich lebendig. Du spürst das Fleischklöpslein auch so richtig. Hier zwickt’s, da klemmt’s, da hämmert’s und dröhnt es, volles Programm.
Was wir dagegen tun, wenn wir gefrustet sind? Oh, das ist eine gute Frage. Wir haben die unterschiedlichsten Strategien für diese Situationen entwickelt:
Frustessen
Frustkauf
Faule Kompromisse eingehen, nur damit wir schnell eine Besserung verspüren oder Lösungen haben
Frustsex
Sport
Musik hören
Uns etwas Gutes tun (Tasse Tee oder Kaffee, ein Bad nehmen, spazieren gehen)
Blockierte Energien wieder zum fließen bringen
Energetisch reinigen
Erden
Meditieren
Kochen
Und noch viel viele mehr…
Je nachdem, wie wir so drauf sind, welche Techniken wir bereits kennengelernt haben, um damit umzugehen und wie sehr wir in unserer Kindheit gelernt und vorgelebt bekamen, wie man mit solchen Situationen am eigenverantwortlichsten umgeht.
Bei mir neigt sich der Tag jetzt langsam dem Ende zu, das bedeutet, ich kann mich der Hoffnung hingeben, dass es sich morgen alles schon wieder viel besser anfühlt. Und ich nicht gefrustet war, weil das nächste große Thema anklopft, dass angeschaut werden möchte oder eine neue Reifeprüfung ansteht, sondern einfach nur ein normaler, doofer Tag war, der nichts zu bedeuten hat.
Mit dieser Hoffnung verabschiede mich und erinnere nochmal zum Schluss dran, dass es wirklich unerlässlich ist, sich eine Art Frust-Management auf der Erde zuzulegen.
Sonst kann es passieren, dass der Frust dich auffrisst und du zu einem echten Arsch wirst, der seine schlechte Laune an anderen auslässt oder sie in ihr Chaos mit reinzieht, weil, arschigerweise, die Verantwortung abgegeben wird.
Unschön, haben wir ein paar Jahre ausprobiert, funktioniert nicht sooo gut, wenn man ein stabiles Sozialgefüge etablieren möchte.
In diesem Sinne, bis zum nächsten Mal, dann hoffentlich mit weniger Frust und besserer Laune.
Nadine