Weihnachtszauber oder Horror-Show?
Lobgbucheintrag #1418122025
Hey, ihr da draußen,
heute möchte ich euch von einer sehr besonderen Zeit hier auf der Erde erzählen. Momentan neben wir das Ende des Jahres. Die Feste, die wir in den letzter Woche vor dem neuen Jahr feiern nennen wir Weihnachten und Silvester, zumindest dort, wo ich lebe.
Es gab auch schon andere Bezeichnungen. Und unsere Kulturen feiern diese Zeit auch etwas unterschiedlich und zu etwas anderen Zeiten, mit verschiedenen Bräuchen und Traditionen.
Aber egal, wo du lebst und wann du lebst, die Zeitspanne, wenn sich das Kalenderjahr dem Ende zu neigt, die Zeit, wenn es draußen am längsten dunkel und am kältesten ist, ist eine besondere Zeit. Eine magische Zeit.
Manchmal versuche ich mir vorzustellen, wie diese Zeit für Menschen war, die noch kein elektrisches Licht oder noch keine Heizungen in ihren Wohnräumen hatten. Wie anders muss der Tagesrhythmus und -ablauf gewesen sein.
Ich denke, der Alltag hat sich viel mehr an den Lauf und Stand der Sonne orientiert, als es heute der Fall ist.
Wenn wir nicht aufpassen, ballern wir einfach 12 Monate voll durch. Dank unserer Technik ist es wirklich völlig egal, welcher Tag es ist, welches Wetter wir haben oder welche Jahreszeit.
Wir können uns das Haus im Sommer dank Klimaanlage runterkühlen und im Winter machen wir es uns einfach mit der Heizung warm.
Licht brennt sowieso den ganzen Tag, entweder draußen auf der Straße die Laternen oder jetzt auch immer mehr die Nervt-mich-zu-Tode-Leuchtreklamen (wer, bitte wer kommt auf so eine maximal beknackte Idee, entlang der Straße Bildschirme aufzuhängen, auf denen Werbung läuft? Was ist denn der Sinn? Kann man sich damit besser auf den Verkehr konzentrieren? Bringt mir das Ruhe und Gelassenheit? Klarheit und innere Sicherheit? Also… ich würd sagen, wohl kaum. Aber, wir haben so was und nennen das modern und fortschrittlich).
Und drinnen ist sowieso immer hell. Irgendein Bildschirm läuft, ein Gerät blinkt, die Nachtlampe zeigt uns den Weg, weil wir uns sonst in unseren 559408 qm großen Behausungen sonst verlaufen würden.
Es ist absurd. Wir leben wirklich sehr abgetrennt vom Rhythmus der Natur. Und das fliegt vielen von uns Erdlingen eben genau um diese Zeit heftigst um die Ohren. Denn so, wie sich die Natur zurückzieht und die Tiere ihre Winterruhe halten, so ist das glaube ich, auch für uns Erdlinge vorgesehen. Wenn wir in einer Region leben, in der wir unterschiedliche Jahreszeiten haben. Und am Jahresende ist dort, wo ich bisher gelebt habe, Winter. Es ist wie gesagt, viel länger dunkel, es ist kälter. Die Laubbäume sparen ihre Energie und schmeißen ihre Blätter ab. Tiere ziehen sich zurück. Alles scheint etwas langsamer zu sein.
Außer der Menschus modernus, der ballert einfach weiter, wie den Rest des Jahres. Da wird im Dunkeln aufgestanden und zur Arbeit geheizt. Im Dunkeln zurückgekommen und ab Mitte November ist jeder erkältet und dauermüde. Aber keine weiß warum….. komisch..
Und dann kommt noch die Weihnachtszeit. Weihnachtsfeiern, Geschenke, Essen zubereiten, Besuche, Jahresabschlüsse auf der Arbeit, manche wollen in Urlaub. Es ist bissl wie im Irrenhaus, wenn die Medikamente leergehen.
Und dann kommt das Weihnachtsfest. Auf einmal sollen wir uns intensiv mit unserer Familie auseinandersetzen, Geschenke für sie holen, gemeinsam essen und Zeit verbringen. Dabei haben wir uns die restlichen 11 Monate einen Scheiß umeinander gekümmert.
Grenzen wurden verletzt, manche fühlen sich in ihren Familien wirklich richtig richtig unwohl, benehmen sich wie ferngesteuert, so wie wir glauben, dass es die anderen von uns erwarten.
Und nebenbei wird uns bewusst, dass wieder ein Jahr unseres Lebens vergangen ist, und wir müssen uns unter Umständen eingestehen, dass wir wieder nur den Anforderungen von außen hinterhergejagt und zum Objekt der Erwartungen anderer wurden.
Viele von uns sind ein Produkt des Systems und diese Leere, die ein solches Leben automatisch mit sich bringt, wiegt am Ende des Jahres besonders schwer und wird uns schmerzlich bewusst.
Deshalb ist diese Weihnachtszeit für jeden von uns ein bisschen anders, aber für alle von uns sehr emotional. Keine kommt hier ohne Emotionen durch.
Ich selbst liebe die Weihnachtszeit schon immer. Obwohl ich auch schon miterleben durfte, wie grausam schmerzhaft diese Zeit sein kann.
Auch an Silvester feierten wir schon die coolsten Partys. Wir standen aber auch schon vor einer potentiellen Apokalypse. Wie schon sooft in meinem kurzen Leben, drohte mir auch schon laut den Medien ein Weltuntergang, weil ich den Jahrtausendwechsel von 1999 auf 2000 miterlebt habe.
Damals wurde uns tatsächlich erzählt, dass eventuell, vielleicht, man weiß es ja nicht, aber präventiv muss man schon mal darüber reden, unsere Zivilisation und unsere Computer zusammenbrechen würden könnten.
Ist nichts passiert. Dazwischen hatten wir ein paar Seuchen und Temperaturthemen, die uns das Leben nehmen sollten, nicht nur um Weihnachten rum. Und Kriege natürlich. Kriege wurden irgendwie immer am Laufen gehalten, falls die anderen Sachen nicht funktionieren, vielleicht? Who knows? Ich nicht.
Aktuell ist es ein Objekt im Weltraum, am Himmel, das auf unsere Erde zufliegt und uns in Angst und Schrecken versetzen soll. Vielleicht sind ja Aliens an board? Ha, hoffentlich lesen die vorher meine Logbücher, damit sie darauf vorbereitet sind, was sie hier erwartet.
Gerade, wer jetzt um die Weihnachtszeit vorbeischauen will, sollte echt vorbereitet sein auf diese Intensität an (unbewussten) Emotionen, die jetzt gerade im Umlauf sind.
Das ist ein guter Übergang. Unbewusste Emotionen sind mitunter das stärkste und tödlichste Gift, dem du hier als Mensch ausgesetzt werden kannst. Eigentlich ist das unmöglich, dass wir unsere Emotionen nicht bewusst wahrnehmen. Meiner Erfahrung nach ist der Mensch nämlich genau dafür gedacht. Seine Energie und seine Emotionen lebensbejahend einzusetzen. Aber diese Reife haben nicht so viele von uns.
Viele von uns wollen diese innere Reife glaub auch gar nicht. Das würde bedeuten, dass wir Verantwortung für unser Empfinden und unser Handeln übernehmen. Dass wir uns unseren Schmerz anschauen. Dass wir uns bewusst machen, dass wir diesen Schmerz weiter nähren und am Leben halten.
Und das ist unangenehm und tut auch wirklich übelst weh… Es gab mal einen Erdling namens Carl Gustav Jung, der nannte das Schattenarbeit. Ein Zitat von ihm lautet: „Wo deine Angst liegt, liegt deine Aufgabe“, oder so ähnlich.
Und C.G. Jung sprach auch von einem kollektiven Bewusstsein und dass wir Menschen alle ähnliche Prüfungen und Phasen in unserem Leben zu durchlaufen haben, ebenso wie, dass wir alle miteinander verbunden sind. Also wenn irgendwo auf der Erde ein Krieg ausbricht, dann zieht uns das alle runter. Nicht nur die Menschen in diesem Kriegsgebiet.
Wir hängen hier immer gemeinsam im Schamassel. Das raffen nur noch nicht wirklich viele. Und dann wundern sie sich, weshalb sie sich mies fühlen, obwohl doch eigentlich alles grad ganz gut läuft.
Oder es kommt die Weihnachtszeit und wir bekommen die volle Ladung Erdlings-Emotionen ab und lassen uns dann runterziehen.
Dabei ist diese Zeit einfach nur sehr intensiv. Viele viele von uns fühlen um diese Zeit einfach die unterschiedlichsten Emotionen, da diese eben dann in unserem morphogenetischen Feld herumschwirren.
Und je absichtsloser und unbewusster, je unreifer wir damit umgehen, umso anstrengender und kräftezehrender wird dieser Abschnitt des Jahres.
Ihr fragt euch jetzt, warum wir das dann immer noch jedes Jahr durchziehen? Gute Frage. Wahrscheinlich, weil dahinter ein milliardenschwerer Markt steckt. Die Wirtschaft braucht Weihnachten und den dazugehörigen Konsum, also wird sie alles dransetzen, das am Laufen zu halten.
Ich persönlich liebe Weihnachten einfach. Ich liebe die Lichter, die Musik, die Gerüche, die leuchtenden Augen, wenn ich jemandem eine Freude mache. Ich liebe es, dass wir ganz bewusst Zeit miteinander verbringen wollen.
Und ich liebe diese heimelige, zurückgezogene Stimmung um die Raunächte. Ich mag es, mir dann extra Zeit zu nehmen, dass vergangen Jahr Revue passieren zu lassen, abschied zu nehmen. Ich quatsche dann immer viel mit meinem höheren Selbst und wir knobeln, was so das Motto für das kommende Jahr sein könnte.
Einfach mal die Füße baumeln lassen!
Und die Geschwindigkeit rausnehmen. Ich trage ja Boots und keine Joggingshuhe… :)
Und ich bin sehr dankbar darüber, dass ich mein Leben so hingebügelt habe, dass ich Weihnachten voller Freude erleben kann. Ich hab keine Menschen mehr in meinem Umfeld, mit denen ich nicht feiern möchte, keine, denen ich nichts schenken möchte. Ich muss mich nicht stressen, weil ich von einer Feier zur nächsten muss.
Und wenn der Fußboden an Heiligabend nicht sauber ist, juckt mich das nicht. Denn die Augen meiner Kinder leuchten so hell, unsere Liebe leuchtet so stark, dass wir den Dreck und Staub überhaupt nicht wahrnehmen.
Man könnte noch viel mehr über diese besondere Zeit im Jahr erzählen, aber für heute reicht es glaube ich.
Also, wenn ihr Bock auf Weihnachten habt, dran denken, euch selbst so viel Liebe und innere Sicherheit zu schenken, dass euch kein Weihnachtschaos oder -drama was anhaben kann.
Lammeta-Grüße,
NaDDi
P.S.: Wenn Weihnachten für dich noch mehr Horro-Show, als Winterzauber ist, wüsche ich dir von ganzem Herzen, dass sich das in diesem Jahr ändert und verbessert. Und ich würde dich auch liebend gerne dabei unterstützen. Wenn du das möchtest, dann lade dir den aredro-Kompass runter. Der Fragebogen und der Ratgeber bieten dir eine Ortientierung, wo du dir noch heute und vor allem über Weihnachten etwas Gutes tun kannst.